
Die KI klingt wie Du (nicht wie ein Roboter)
Das größte Kompliment für einen KI-Nutzer ist der Satz: „Das hast Du aber schnell geschrieben!“ – und nicht: „Das hat die KI aber schön formuliert.“ Wenn Deine Kunden, Kollegen oder Mitarbeiter merken, dass eine Maschine schreibt, sinkt der Wert Deiner Nachricht auf Null. Authentizität ist die Währung von 2026.
Die gute Nachricht: Du musst nicht selbst tippen, um authentisch zu sein. Du musst der KI nur einmal beibringen, wie Du klingst.
Wusstest Du schon
In der Prompt-Forschung gilt die Regel: „Show, don't tell.“ Wenn Du der KI sagst: „Sei professionell und locker“, interpretiert sie das meist als „Marketing-Geschwurbel“. Wenn Du ihr aber drei Beispiele Deiner eigenen E-Mails zeigst (Few-Shot Prompting), kopiert sie Syntax, Wortwahl und Satzlänge fast perfekt. Beispiele schlagen Adjektive - immer!
In 3 Schritten zum digitalen Ghostwriter
Wir machen heute keine vagen Experimente. Wir erstellen Deinen persönlichen „Style-Guide“. Mach das einmal, und Du hast für immer Ruhe vor Floskeln.
Schritt 1: Der Spiegel-Test (Analyse)
Such Dir 5 E-Mails oder Texte raus, die Du selbst geschrieben hast und auf die Du stolz bist. (Nicht die kurzen „Ok, danke“-Mails, sondern echte Inhalte).
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Der Prompt: „Hier sind 5 Texte, die ich geschrieben habe. Analysiere meinen Schreibstil linguistisch. Achte auf: Satzlänge, Nutzung von Adjektiven (oder deren Fehlen), Begrüßungsformeln, Humor, Direktheit und Struktur. Erstelle daraus eine 'Style-Definition', die ich nutzen kann, um KI-Modelle zu instruieren.“ [Füge Deine 5 Texte ein]
Schritt 2: Die Definition (Das Regelwerk)
Die KI wird Dir eine Analyse geben wie: „Du nutzt kurze, parataktische Sätze. Du verzichtest auf Füllwörter. Du startest oft direkt mit dem Thema ohne Einleitung.“ Kopiere diese Definition. Das ist Dein Gold-Standard. Packe diesen Text in Deine Custom Instructions (siehe Teil 1) oder speichere ihn in Deinem Notiz-Tool.
Schritt 3: Der Klon-Befehl (Anwendung)
Wenn Du jetzt eine neue E-Mail schreiben lässt, nutzt Du diesen Prompt:
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Der Prompt: „Schreibe eine Antwort an Kunde X, dass wir den Termin verschieben müssen. Nutze für den Entwurf meine [Style-Definition].“
Das Ergebnis: Statt: „Sehr geehrter Kunde, leider müssen wir aufgrund unvorhergesehener Umstände...“ Schreibt sie vielleicht (wie Du): „Hi Stefan, schlechte News: Ich muss Dienstag schieben. Mir ist ein wichtiger Termin dazwischengekommen. Passt Dir Mittwoch um 10? Sorry für das Chaos.
Der Profi-Trick: "Rewrite until fit"
Manchmal fällt die KI in alte Muster zurück. Wenn der erste Entwurf zu steif ist, nutze diesen Korrektur-Befehl:
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„Zu förmlich. Mach es 50% kürzer und wirf alle Adjektive raus. Schreib so, als würde ich es einem Kollegen beim Kaffee zurufen.“
Diese Anweisung bricht das „Corporate Speak“ sofort auf.
Die rote Linie: Wo Du selbst schreiben musst
Diese Anweisung bricht das „Corporate Speak“ sofort auf.
Ein „Style-Clone“ ist mächtig. Aber er hat Grenzen. Es gibt Momente, da muss ein Mensch schreiben, oder zumindest das letzte Wort haben.
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Entschuldigungen: Wenn Du Mist gebaut hast, spürt der andere, ob die Reue echt ist oder aus dem Algorithmus kommt.
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Kündigungen / Personalgespräche: Empathie kann man simulieren, aber moralisch sollte man es nicht.
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Lob & Anerkennung: Ein „Gut gemacht“ vom Chef zählt nur, wenn der Chef es auch so meint (und tippt).
Das war „Der KI-Maßanzug“
Damit hast Du jetzt das komplette Set-up:
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Die KI weiß, wer Du bist (Custom Instructions).
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Die KI hat Zugriff auf Dein Wissen (Knowledge Base).
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Die KI spricht mit Deiner Stimme (Style-Clone).
Du hast Dir einen digitalen Zwilling gebaut. Ab jetzt arbeitest Du nicht mehr mit der KI, Du arbeitest durch sie.
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Robert
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